3-phasige 11kW-Wallboxen in der Tiefgarage via Sammelschiene und Internetanschluss
Dieser Artikel verweist auf eine preiswerte 1-phasen-Wallbox-Lösung ohne teures Lastmanagement.
Wer E-Bikes, E-Roller, E-Seniorenmobile oder ein E-Auto in der Tiefgarage laden möchte, sucht vergeblich nach einer anfahrbaren Steckdose. Wer als Mieter oder Vermieter Handlungsbedarf für sich sieht, kann sich ab 15.4.26 für die Bundesförderung „Laden im Mehrfamilienhaus bewerben.
Direkt zur Antragstellung ab 15.4.2026 bis 10.11.2026, Installation bis 3 Jahre nach Förderzusage erforderlich.
Vergabe des Fördervolumens erfolgt gemäß „First-come first-serve“.
Zustimmung der Eigentümerversammlung (ETV)
Grundsätzlich ist für die Installation eines Elektroanschlusses am TG-Stellplatz die 50%-ige Zustimmung der Eigentümerversammlung (ETV) erforderlich. Falls Sie noch keine Freigabe durch die ETV erhalten haben, sollten Sie Ihr Anliegen als Tagesordnungspunkt rechtzeitig im Vorfeld einer Einladung bei Ihrer Verwaltung/Ihrem Vermieter anmelden.
Tipp: Generelle Freigabe für alle zukünftigen Interessenten beschließen lassen.
Förder-Voraussetzungen
Für mindestens 6 oder 20% der Stellplätze einer Wohnanlage wird die Förderung beantragt
Ökostrom-Nutzung
Technischer Hintergrund und Kosten
Jeder Teilnehmer erhält seine eigene Leitung vom vorhandenen Wohnungs-Zähler im Zählerschrank zu seinem TG-Stellplatz oder mit Lastmanagement via Sammelschiene zum TG-Stellplatz.
Hinweis: KEINE 11 kW-Wallbox in der ETV beantragen. Warum?
Eine Wallbox wird mit einer Anschlussleistung von 11 kW/3-phasig in Verbindung gebracht. Ohne ein Lastmanagement-System kann deren hohe Leistungsentnahme den Hausanschluss bei mehreren Wallboxen überfordern. Zusätzlich fordert der Netzbetreiber einen Internetanschluss mit Signalleitung zur Lastabschaltung zu verlegen. Gesamtkosten und oft fehlender Platzbedarf im Zählerraum führen in der ETV meist zur grundsätzlichen Ablehnung auch nur einzelner E-Installation.
Empfehlung für die ETV:
Einen 1-phasigen 230 V-16 A – Anschluss für Steckdose oder Wallbox beantragen. Die max. Leistungsentnahme liegt bei 3,7 kW. Das ist vergleichbar mit der Leistungsaufnahme von Trocknern/Waschmaschinen etc. und führt in der ETV nicht zur Ablehnung wegen Überlast des Hausanschlusses.
Den Abschluss der Installation bildet je nach Nutzung die 230 V-Steckdose und/oder eine Wallbox. Ein E-Mobil kann über die 1-phasig! angeschlossene Wallbox mit ca. 20km/Stunde geladen werden, was ausreichend ist, um nach 10 h am nächtlichen Stellplatz morgens 200 km weit zu fahren.
Eine Kostenabschätzung (hier 1.500€ bis 2.500€ abhängig von Leitungslänge zum Stellplatz) für die Installation einer 230V-Steckdose am TG-Stellplatz – liegt als pdf bei. Die Fördersumme beträgt 1.300 oder 1.500€.
Hinweis für die Verwaltung
Für die Antragsstellung wird benötigt
Teilungserklärung
Verwaltervertrag
Kostenangebot
Der Kostenrahmen beträgt bei Lastmanagement-Systemen ca. 120€-180T€. Bei 1-ph/230V-Installationen berechnet sie sich mit Anzahl der TG-Plätze mal Einzel-Installationskosten. Also bei z.B. 30 verfügbaren Stellplätzen ergibt sich ein Kostenrahmen von 30 mal 2.000€ = 60.000€.
Falls die Verwaltung zeitnah oder grundsätzlich keinen Förderantrag stellen sollte, kann ein Eigentümer allein stellvertretend einen Förderantrag für alle Interessierten stellen, indem er sich von ihnen zur Abwicklung der Förderung autorisieren lässt.
Sie gehören zu den Solar-Pionieren und haben eine PV-Anlage, deren EEG-Förderung in den kommenden Jahren ausläuft?
Sie möchten bereits vorzeitig die knappe Dachfläche durch effizientere Module und bessere Wechselrichter wirtschaftlicher nutzen?
Sie möchten die noch bis Ende 2026 laufende EU-Beihilfe-Regelung für Neuanlagen nutzen und von den aktuell (noch) niedrigen Modulpreisen profitieren?
Dann hätten Sie folgende Optionen:
Repowering der Altanlage mit neuen Modulen. Gesamtleistung kWp gleich oder kleiner, zwecks Erhalt der bestehenden EEG-Vergütung, Weiterbetrieb an bisherigen Wechselrichtern.
Auf freigewordener Dachfläche eine Neu-Anlage platzieren – übergangsweise für 100% Verkauf oder Überschussbetrieb (je nach Baujahr der Altanlage). EEG-Vergütung solange Bj. in 2026.
Die Größe des Hybrid-WRs bereits jetzt auslegen für späteren gemeinsamen Betrieb von Neu- und Repowering-Anlage.
EEG-Auslauf der Altanlage diese auf den WR der Neu-Anlage klemmen und insgesamt auf PV-Überschussbetrieb umstellen. Vergütungen werden saldiert.
Ggfs. Haus-Speicher oder E-Auto-Speicher ergänzen.
Ein Modulvergleich zeigt: 1,68-fachen Leistungszuwachs bei gleicher Fläche.
Damit erhöhen Sie auf begrenzter „Ernte“- / Dachfläche den wirtschaftlichen Nutzen und Ihre Autarkie. Sie sind bestens vorbereitet, zukünftige leistungsstärkere Verbraucher mit kostenlosem Sonnenstrom zu versorgen.
Wer sich in 2026 unverbindlich die noch günstige KfW-Förderung für Wärmepumpen sichern möchte, erhält beigefügt einen Ablaufplan an die Hand.
Für nachbarlichen Erfahrungsaustausch oder Besuch von Referenz-Anlagen gern melden.
Energetische Grüße
Um sich die aktuell noch! günstige Wärmepumpenförderung der Ampelregierung zu sichern sind folgende Schritte erforderlich (ersetzt nicht die Beratung beim Berater):
Beim Energieberater das 2-teilige Dokument a: iSFP (individueller Sanierungsfahrplan) mit b: Heizlastberechnung bestellen. Vor-Ort-Besuch. Kosten 900€. Gültig 15 Jahre.
Nur mit einem iSFP gibt’s die KfW-Förderung, u.a. auch für spätere energetische Einzel-Maßnahmen am Haus nutzbar.
Anhand der Heizlastberechnung wählt der Heizungsfachmann die treffende Wärmepumpe aus.
Einen Heizungsfachmann um ein Angebot für Einbau einer Wärmepumpe bitten, Proforma-Bestellung mit Rücktrittsklausel („aufschiebende oder auflösende Bedingung“) tätigen, um vom Heizungsfachmann die Fördernummer BZA-ID zu erhalten.
Einige Unternehmen erstellen für Euch den KfW-Förderantrag Nr. 458 ggfs. gegen zusätzliche Bearbeitungsgebühr von ca. 200 € gleich mit oder sich selbst dransetzen. Erforderliche Dokumente online hochladen.
Die Förderzusage gilt 3 Jahre. Somit ist der gute Zuschuss gesichert und Ihr habt Zeit, Eure Entscheidung reifen zu lassen oder ggfs. die treffende Lösung zu erarbeiten.
Zur Platzierung am Grundstück: Die Entfernung von WP zum Heizungs-Keller darf gut ca. 10-15m betragen, auch außerhalb vom Haus geführt. Die 3m-Abstandsvorgabe zu anderen Grundstücken gilt in Bayern nicht mehr. Je nach Bebauungsdichte einen Schallleistungspegel von kleiner 48dBa bevorzugen. Je nach vorhandenem Stellbereich gibt es die Wärmepumpenform hochkant oder quer.
Ausblick Betriebskosten: Die WP erzeugt aus 1kWh Strom ca. 4kWh Wärme (1:4). Bei einem angenommenen Gaspreis von 12c und einem Wärmepumpenstrompreis von 24c halbieren sich die bisherigen Gas-Wärmekosten. Bei ungedämmtem Haus eher Verhältnis 1:3,5.
Die Bürger-Energie Stadtbergen (BES) ist eine private Initiative von Sebastian Brenner und Jürgen Umlauft mit dem Ziel, die Energiewende durch Bürgerbeteiligung zu beschleunigen. Die Initiative soll die Kommunikation unter interessierten Bürger*innen, die an der Energiewende interessiert sind und sich aktiv daran beteiligen wollen, erleichtern.
Die BES berichtet über Fortschritte bei der nachhaltigen Energieerzeugung und Energienutzung (insbesondere Photovoltaik, Wärmegewinnung, Mobilität) und verweist auf externe Beiträge zum Thema. Daraus soll sich eine Datensammlung und Bibliothek von Aktivitäten der BES rund um die Energiewende entwickeln.
Wir verstehen uns als überparteiliche Initiative, um Kontakte zu knüpfen und Informationen zugänglich zu machen. Wir sind offen für eine Zusammenarbeit mit anderen Bürger-Initiativen, Vereinen und Organisationen, denen der Klimaschutz durch nachhaltige Energieerzeugung und die tatkräftige Umsetzung der Energiewende ein Anliegen sind.
Auszug aus dem Marktstammdatenregister: PV-Anlagen und Speicher, Entwicklung 2020 bis November 2025
Die Auswertung basiert auf den Daten des Marktstammdatenregisters (Abrufdatum 30.11.2025) und umfasst die in Betrieb befindlichen Anlagen. Stillgelegt Anlagen sind in den Zahlen nicht mehr enthalten.
Jahr
installierte Netto-Leistung in kWh(p)
2020
285,0
2021
420,7
2022
829,0
2023
1478,3
2024
1506,1
2025
1009,6
In Summe wurden seit 2020 somit 5529,5 kWh(p) PV-Leistung in Betrieb genommen. Dies entspricht fast 70% der Peak-Leistung (8014 kWh(p)) der in Betrieb befindlichen PV-Anlagen.
Batteriespeicher sind in Stadtbergen derzeit 591 Einheiten mit einer nutzbaren Speicherkapazität von 5170 kWh aktiv gemeldet.