
Zählerschrank im Mehrparteienhaus
230V-Ladekonzept mit verstärkten Leitungen
Empfohlen wird ein 230V-Ladekonzept mit verstärkten Leitungen.
Die Installation erfolgt individuell abgesichert vom Wohnungszähler zum Stellplatz.
Die verfügbare Leistung beträgt max. 3,7kW je Anschluss.
- Diese ist ausreichend für den Alltagsbedarf und vermeidet größere Eingriffe in die Infrastruktur
- Die Anzahl der Teilnehmer ist sukzessive nach Bedarf erweiterbar
- Den Zeitpunkt der Installation wählt jeder Eigentümer für sich selbst
- Bei Bedarf sind die verlegten Leitungen für ein 400V-Ladekonzept mit Lastmanagement verwendbar
Technik
Der 230V-3,7kW-Anschluss wird über eine verstärkte Leitung mit einer 16A-Sicherung einphasig realisiert.
Als Abschluss am Stellplatz kann gewählt werden eine Schuko-Steckdose, ein roter oder blauer Leistungsstecker,
eine Wallbox für einphasigen Betrieb oder eine Kombination.
Kosten pro Stellplatz
- Die Kosten für ein 230V-Ladekonzept betragen ca. 1.500–2.500 € je Stellplatz.
(Elektriker-Angebot v 23.3.26 für Installation einer Steckdose inkl. 35m Leitungslänge: 1.625 € brutto) - Die angebotene Förderung liegt bei 1.300 € ohne und 1.500 € mit Stecker je Stellplatz.
- Die verbleibende Zuzahlung im benannten Fall beträgt: 125 €.
(1.625 € für die Installation abzügl. 1.500 € Förderung)
Eine 400V-Installation mit Lastmanagement ist nicht Bestandteil dieses Beschlussantrages.
Der Vollständigkeit halber werden aber hier die Eckpunkte benannt:
- Anfangsinvestition für das Lastmanagement einmalig mit Gesamtkosten ab ca. 60.000 bis 150.000 €
- Bereitstellung der Mittel ggfs. aus Rücklage oder Sonderumlage der WEG
- Für ein 20 bis 30 Parteienhaus ergeben sich ca. 3.000–5.000 € pro Stellplatz, abzügl. Förderung
- Hohe Einmalkosten auch für unentschlossene Eigentümer
- Nur wenn das Lastmanagement es zuläßt, sind je Anschluss Abgabeleistungen bis11kW via Wallbox möglich.
Inhalte für den Beschlussvorschlag auf der Eigentümerversammlung (ETV)
- Grundsatzbeschluss
Genehmigung zur Installation von Ladeinfrastruktur an Stellplätzen,
idealerweise: generelle Freigabe für alle zukünftigen Interessenten - Technische Ausführung
Umsetzung als 230V-Ladekonzept, einphasig mit einem 3,7 kW Anschluss je Stellplatz
Verzicht auf 11 kW-Wallboxen mit Lastmanagement - Förderantrag
Zustimmung zur beantragten Förderung für die Wohnanlage
Beauftragung der Verwaltung zur Abwicklung - Kostenregelung
Kostenübernahme durch jeweilige nutzende Eigentümer
Transparente Regelung zu Installation, Betrieb und Wartung - Umsetzungskonzept
Installation erfolgt bei Bedarf je Stellplatz (modular erweiterbar)
Nutzung von Ökostrom sicherstellen (Fördervoraussetzung) - Muster für den Beschlussvorschlag des skalierbaren 230V-Ladekonzeptes
Beschlussvorschlag für ein 230V-Ladekonzept.pdf
Aufgaben der Hausverwaltung
- Kostenbasis schaffen
Angebot(e) für 1-phasige 230 V-Installationen alternativ 400V-Lastmanagement einholen - Erforderliche Unterlagen zusammentragen
Teilungserklärung
Verwaltervertrag
Kostenangebote - Förderantrag stellen (zeitnah!) für möglichst viele bzw. alle Stellplätze (Reservierung der Fördermittel)
- Bedarfsermittlung im Vorfeld der ETV durchführen
- Beschlussantrag vorbereiten für Installationsfreigabe auf allen Stellplätzen
- Beschlussantrag vorbereiten für ein skalierbares 230V-Ladekonzept